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Badekuren und
Badekurorte in Korsika


Orezza-Springbrunnen Die Thermalbäder von Pietrapola
Die Thermalbäder von Guagno-les-Bains
Die Thermalbäder von Urbalacone

Etwas Geschichte ...

"Zwischen dem VIIIten und dem IXten Jahrhundert vor Christus verjagten die Römer die Karthager aus ihren Handelskontoren des Mittelmeers. Sie setzten sich auf der Ostküste Korsikas ab und gründeten Aleria.

[...] Man kann sich leicht vorstellen, daß sie - als Thermalquellenliebhaber und -kenner -  die von Pietrapola, in ihren paradiesischen Stätten nah an Aleria schätzen lernten. 

Sie richteten Thermalbäder ein und genossen ihre wohltuenden Wirkungen...

Die Bestätigung dieser Vermutung kam mit der Entdeckung von wunderschönen Thermalbäder-Spuren, Münzen und damaligen Entwässerungsanlagen an der Stelle der jetzigen Thermalbäder.

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Wenn man sich auf einigen Autoren bezieht, hätten sie nur die thermischen Eigenschaften des warmen Wassers verwertet, in dem sie nur die wohltuende Wirkung der Bäder aber nicht die innerliche Heilbehandlung suchten. Diese Überlegung ermöglicht uns zu verstehen, warum sie die Eigenschaften von Puzzichello, eine Kaltwasserquelle, nicht entdeckten.  

Die ersten Christen selbst betrachteten diese Badeanstalten als Ausschweifungsorte für Ketzer und steckten sie oft in Brand (s. "Biologie médicale" Nr. 7 - 1938)

Später waren die Römer an der Reihe und wurden von aufeinanderfolgenden Sarazeneninvasionen verjagt. Der Badekurort von Pietrapola wurde wahrscheinlich zu dieser Zeit zerstört."


"Wir müssen also bis zum VIIIten Jahrhundert zurückkehren, um Spuren von einer medizinischen Studie über Thermalquellen in Korsika zu finden.  Diese wurde unter den Auspizien von Monseigneur Carlo Fabrizio Giustiniano, Bishof of Mariana, durchgeführt.

Noch vor der Veröffentlichung des Werks dieses Prälats unter dem Titel "Description de la Corse" (Beschreibung Korsikas), ließ Giovanni Della Grossa[..] wissen, daß zwei gelehrte Mediziner [ohne ihre Namen zu erwähnen] mit der Studie von "Questi Bagni di Corsica" beauftragt wurden und daß er somit das Ergebnis ihrer Forschungen wiedergab:

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  • In der Nähe von Aleria und Prunelli-di-Fiumorbo, in Pietrapola, zwei wohlbekannten Heißwasserquellen wirken gegen rheumatischen Schmerzen.
  • In der Nähe von Asco, zwei Quellen, die eine harntreibend und die andere mit Wirkung gegen Lebererkrankungen (Quellen, die heute nicht mehr benutzt werden).
  • Moranzana Pieve von Mariana, eisenhaltiges Wasser.
  • Campo Cardetto, wenig bekannte Quelle, die zum Gebrauch erhitzt werden muß.
  • In der "Pieve" von Vico: 3 Kurorte, der eine in Musi (lauwarmes Wasser), der zweite in Balogna (kaltes Wasser) [mögliche Verwirrung in den Gedanken des Autors bzgl. der Temperatur dieser beiden Quellen, Balogna hat ein lauwarmes Wasser], der dritte in Sornu in Su (Guagno, warmes Wasser).
  • In der "Pieve" von Tallabo schlechtbekannte Bäder (Guitera)
  • In der "Pieve" von Alata, warmes Wasser (Caldane de Tallone).
  • Im Dorf San' Antonio in der gleichen "Piève" kalte Quelle.

Piève = korsisches Staatsgebiet unter genuisischer Herrschaft


[..] " Wir können also behaupten, daß Pietropola, Guagno, ..usw. am Ende des XVIten Jahrhunderts bereits bekannt waren."

[..] " Auf detaillierterer Weise, was sagen unsere Archive bzgl. Guagno, Puzzichello, Pietrapola ...

  • Die Quellen von Guagno werden in einer Geschichte von l'Isle de Corse, das 1749 von einem unbekannten Schriftsteller (G.D.C.) geschrieben wurde, erwähnt...
  • In 1820, ein Apotheker Namens Theriaux führt die erste Analyse der Quellen von Guagno durch..
  • Später, dem Vorschlag vom Generalrat folgend - Wunsch von 1853 an dem Landwirtschaftsministerium - Marchal von Calvi in 1855, A. Pietri in 1898, Félix Battesti in 1905, führen O'Henry und Poggiale (1852), dann Constantin James (1854) chemische Analysen und medizinische Untersuchungen von den Quellen von Pietrapola und Puzzichello durch...
  • Besonderer Hinweis auf dem gesamten Werk von Docteur Zuccarelli und L. Gentil, Apotheker aus Bastia, das in 1909 erschien, in dem wir präzise Anzeigen und Gegenanzeigen dieser Quellwasser finden, sowie sehr ausführliche Analysen der wichtigsten Quellen.....
  • In April 1938 fuhr M. Barret, Leiter des Laboratoire d'Hygiène Départemental (Landesgesundheitslabor), - entsprechend der Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 14. Oktober 1937 - nach Guagno, Pietrapola, Orezza, Baracci, und Caldaniccia um Analysen durchzuführen." [..]

[..] " Die Kurorte Puzzichello und Pietrapola verfielen unaufhörlich seit Ende des XVten Jahrhunderts, da sie mit veralteten und schlecht instandgehaltenen Anlagen ausgestattet waren. Sie entsprachen unvollkommen den Erwartungen der Kundschaft."

Auszug aus "Pietrapola les Bains" bei Jean Louis Noel


Heute... spa2.jpg (9691 octets)
Dank erheblicher Renovierungs-, Modernisierungs- und den Normen entsprechend Anpassungsarbeiten werden Badekurliebhaber die wohltuenden Wirkungen der Quellen und die Qualität des Empfangs in folgenden Badeanstalten genießen können:
Thermalbad von  Pietrapola

Seit dem 7. Juni 1978 anerkannt.
Mit sieben Thermalwasserquellen.
Die zusammengezählte Ergiebigkeit dieser Quellen beträgt insgesamt 200.000 Liter/Tag.
Anzeigen: Erkrangung der lokomotorischen Organe
Weitere Anzeigen: Rheuma, Gelenkentzündung, Arthrose.

Thermalbad von Guagno-les-Bains

Das Thermalzentrum macht Rheumabehandlungskuren mit ärtzlicher Betreuung und in Begleitung eines Chiropraktikers möglich
Anzeigen: Rheumatologie
Unterkunft: Hotels oder Ferienwohnungen [Soccia]

Thermalbad von Urbalaconne [Taccana Spring]

Anzeigen: Atemwege (Hals/Nase/Horen), [von der staatlichen Krankenkasse anerkannt und zugelassen]
Weitere Anzeigen: Rheumatologie - Dermatologie - Schupenflechte.
Krampfadergeschwür (Dermatoses) [anerkannt bei der Medizinakademie]


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