1676
: Am 13. Februar wurde Mgr. Parthenius von den genuesischen
Behörden verhört, da diese den Grund der Auswanderung wissen wollten.
Bevor es weiter nach Korsika ging, italienisierten die Behörden die
Namen, indem sie die griechische Endsilbe "AKIS" durch "ACCI"
ersetzten. Zum Beispiel wurde aus PAPADAKIS "PAPADACCI".
Am 14. März landeten 3 genuesische
Galeeren an einem nicht genau bekannten Punkt, der auf der Höhe
des heutigen Paomia gelegen haben soll. Wahrscheinlich handelte
es sich dabei um die kleine Bucht "del Monachi" (Mönche),
die heutige Bucht des Forni.
PAOMIA kommt vom italienischen Namen
"Pavane" (Pfau).
PAOMIA bestand aus 5 Weilern: Pancone,
Corone, Randoline, Salici und Monte-Rosso, die von den Griechen
innerhalb eines Jahres gegründet wurden.
1678 :
Fertigstellung der Hauptkirche Notre-Dame de l'Assomption (Maria
Himmelfahrt) - Namensfest 15. August - in Randoline.
In harter Arbeit verwandelten die Griechen das Land zum fruchtbarsten
und reichsten der ganzen Umgebung.
50 Jahre lang lebten sie in gutem Einvernehmen mit ihren korsischen
Nachbarn
1729
: Allgemeiner Aufstand der Korsen gegen Genua.
Die Griechen weigerten sich gegen ihre
Wohltäter zu kämpfen. Sie wurden von nun an als Partisanten der
Genuesen angesehen und ihre Besitztümer in Paomia wurden geplündert
und zerstört.
Im Jahr darauf wurde ein erneuter Angriff
der Korsen erfolgreich abgewehrt.
Da die Genuesen ihnen nicht zur Hilfe kommen konnten, empfahlen
sie den Griechen, sich über den Seeweg nach Ajaccio abzusetzen,
jedoch 50 Mann zurückzulassen, um Paomia zu verteidigen.
Diese Flüchtlinge konnten sich Meter um Meter bis zur äußersten
Spitze der Halbinsel d'Ominia zurückziehen, wo sie sich in dem genuesischen
Turm verbarrikadierten.
Nachdem die Lebensmittel knapp wurden, schlugen sie sich in einer
Nacht nach Ajaccio durch, wo sie Ende April ankamen
1731/74 :
Diese 43 Jahre verbrachten die Griechen in Ajaccio.
1768 :
Die Genuesen ziehen ihre Fahne ein, die sofort durch die Fahne des
französischen Königs ersetzt wird. Die Griechen bilden ein Regiment,
welches der Graf MARBEUF in seine Truppen aufnimmt
1774 :
Der Graf MARBEUF erreicht, daß die Griechen das Gebiet von Cargèse
zum Ausgleich des Verlustes von Paomia zugesprochen bekommen .
Georges Stefanopoli (genannt Kapitän Giorgio) gelang es, daß seine
Landsleute diesen Vorschlag akzeptieren.
Der Graf MARBEUF läßt 120 Häuser erbauen, alle im gleichen Stil,
250 m vom Meer entfernt. Er ließ außerdem ein Schloß errichten,
das aber angezündet und völlig zerstört wurde. Später wird der Graf
zum Marquis von CARGESE ernannt
1793 :Die
französische Revolution verschont auch die Insel nicht. Wie bereits
erwähnt, wird das Schloß von MARBEUF von den Jakobinen von Vico
zerstört, aber das Dorf selbst erleidet keine großen Schäden.
Den
Männern, die sich in die beiden Türme beiderseits der kleinen Bucht
von Pero zurückgezogen haben, wurde gestattet, sich mit Frau und
Kindern nach Ajaccio abzusetzen.
Aufs Neue lebten die Griechen vier Jahre lang in Ajaccio. Auf Befehl
des Direktoriums hat der General CASABIANCA sie nach Cargèse zurückgebracht.
Zwei Drittel sind mit der Rückkehr einverstanden (ca. 800). Die
Anderen ziehen es vor, in Ajaccio zu bleiben, oder auf das Festland
zu gehen .
1804 :
Zu diesem Zeitpunkt zählt Cargèse 1000 Einwohner, davon etwa 350
Korsen.
Diese Integration ermöglichte es allen Einwohnern, zukünftig in
Frieden miteinander zu leben.
1808 :
CARGESE wird zum Stützpunkt der Hilfstruppen. Es wird eine Kaserne
erbaut, die 400-500 Soldaten unterbringen kann.
1814 :
Unter Charles dem Xten, treten neue Bedrohungen von Seiten der Bevölkerung
Vicos auf, die einen Teil der von ihnen eroberten Besitztümer wieder
zurückgeben sollten.
1830 :
Die zahlreichen Bündnisse zwischen Griechen und Korsen entwaffnen
die Einwohner Vicos, die daraufhin auf weitere Angriffe verzichten.
Seither leben Griechen und Korsen in bester Harmonie.
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