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Coppa, Lonzu und Figatellu
Authentizität und Traditionen
Das Töten des Schweines[Foto
Desjobert]
Die Schweinezucht
Ob nun als Hausschwein oder in einer Gruppe von bis zu 10 Schweinen, die beaufsichtigt
in freier Natur leben: Das Schwein gehörte schon immer zum Bild des ländlichen
Lebens auf Korsika. Einige Korsen betreiben eine kleine Zucht, andere halten
sich Schweine als Nebenerwerb. Es ist selbst heutzutage nicht ungewöhnlich,
bei einem Ausflug oder Spaziergang einem Schwein zu begegnen.
Jeder korsische Landsmann züchtete in der Vergangenheit mit besonderer Sorgfalt
ein oder zwei Schweine, um den Bedarf seiner Familie zu decken - manche wurden
auch als Wachhunde gehalten und nicht weit vom Haus angebunden. Die meisten
wurden jedoch in einem einfachen Steinverschlag ( u purcile) gehalten.
Einige Schäfer züchteten, als Ergänzung ihrer Tätigkeit und ihrer Herde, einige
Schweine für den Eigenbedarf oder um die Ferkel zu verkaufen.
Diese Schweine, auf eine semi-natürliche Art gezüchtet, wurden zwei Mal täglich
von den Schäfern gefüttert und lebten unter guten Bedingungen zwischen den Ziegen
oder Schafen.
Aber es ist vor allem das Hochland, in Gebieten mit prächtigen Kastanienhainen,
besonders in der Castagniccia, in
Bastelica, im Haut Taravo, oder
der Region von Quenza, wo
die intensive Züchtung praktiziert wurde und wird.
Dort, weit entfernt von den Anbaugebieten der Ebene, wie z. B. Weine und Getreide,
können Schweine frei im Unterholz herumstreunen, um sich ihr Futter selbst zu
suchen: Kastanien, Eicheln und Fallobst.
Außerdem können sie dort dank ihres hochentwickelten Geruchssinnes ihren großen
Appetit befriedigen, indem sie den Boden auf der Suche nach Schnecken, großen
Larven oder Knollen durchwühlen.
Diese Freiheit wird regelmäßig vom Schweinehüter - u purcaghju - überwacht,
der für gewöhnlich einen Schweinetrog aus dem ausgehöhlten Stamm einer Erle
oder Pappel neben der Trinkstelle - "u pozzu"- plaziert. In diesen
Trog schüttet er jeden Abend Getreide, beschädigte Äpfel, Garten- oder Hausabfälle,
die die Tiere zum gewohnten Zeitpunkt gierig verschlingen.
Die Wurstwaren
Aus diesem natürlichen Fleisch und dem kostbaren Wissen der traditionsbewußten
Züchter, entstehen der schmackhafte Prizuttu - roher Schinken, die Salamu -
Hartwurst, der Coppa - Lende und der lonzu - Filet-Steak - diese Produkte werden
von vielen mit frischen Zwiebeln genossen. Außerdem muß noch die köstliche Figatellu
- Leberwurst- genannt werden, die man im Winter über einem Holzfeuer grillt.
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des Essens
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