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Die Wirtschaft
einer Insel


Viehzucht in der Balagne [Foto Desjobert]

Tourismus und Wirtschaft

Die korsische Wirtschaft wurde für lange Zeit von Landwirtschaft und Viehzucht bestimmt. Heutzutage dominiert der starke tertiäre Sektor: Dienstleistungen für Privatleute und Unternehmen. Eine wenig produktive Konsumwirtschaft, die in hohem Maße vom Ausland abhängig ist.

Die Herrschaft über Transport und Preise spielt hier eine der Hauptrollen. Tourismus ist eine der wichtigsten Industrien der Insel und verstärkt die Bedeutung des Transportwesens.

Die Anzahl der Touristen vervierfachte sich in zwanzig Jahren.

Die Inselbevölkerung verdoppelt sich im August und 60% der Touristen besuchen die Insel zwischen Juli und August. Dieser saisonale Charakter bestimmt die Tourismusindustrie, die daraus resultierenden Aktivitäten und die ganze Wirtschaft der Insel.

Trotz der Modernisierung und der Mehrwertsteigerung durch die Expansion der Dienstleistungen ist das Bruttosozialprodukt pro Kopf das Niedrigste im französischen Staat. Die Wachstumsrate des BSP liegt jedoch im nationalen Durchschnitt. Diese niedrige Mehrwertschöpfung hat zwei Hauptgründe: Ein Arbeitslosenverhältnis von 2 zu 1 und eine schwache Produktivität.


Menschen und Arbeit

Der Handel [ bei dem der Lebensmittelbereich 10 % ausmacht ] und die kaufmännischen Dienstleistungen [ Hotels, Gesundheit, Telekommunikation,..] stellen die Hälfte aller Arbeitsplätze.
Landwirtschaft, Industrie und BTP stellen, zu gleichen Teilen, ein weiteres Viertel.
Die nicht kaufmännischen Dienstleistungen [ Verwaltung, staatliches Bildungssystem, Gemeindeverwaltungen] stellen das letzte Viertel.

Der Handel ist mit einem starken Wachstum der wichtigste kaufmännische Sektor der Insel.
Geographisch gesehen ist er ungleich verteilt und in Städten unter 100 Einwohnern so gut wie gar nicht vorhanden.

Die korsische Landwirtschaft zeigt sehr verschiedene Arten der Bodennutzung.
Auf der einen Seite gibt es eine traditionelle Landwirtschaft, die auf einer Viehzucht basiert, die mit ausgedehnten Herdenwanderungen auf die Sommerweiden ins Inselinneren zieht und einer Baumzucht mit Oliven- und Kastanienbäumen (je nach Region). Auf der anderen Seite gibt es große Nutzbetriebe mit Gemüse-, Obst- und Weinproduktion an der Küste, besonders an der Ostseite.


Die demographische Entwicklung


Die Emigration entwickelte sich 1850 aus einer alten Tradition heraus zu einer massiven Bewegung.

Es begann mit Aushebungen, Kriegen, Überbevölkerung der wohlhabenden Mikro-Regionen wie der Castagniccia oder der Balagne und mit Schwierigkeiten in der Landwirtschaft.

Bevölkerungsentwicklung von 1801 bis 1990

Die Aufnahme in einen wohlhabenden Staat, der auf der Suche nach Arbeitskräften war und mit kolonialen Abenteuern lockte, bot einen Ausweg.

Als die Population im Jahre 1900 ihr Maximum erreichte, verursachte die Abwanderung der jungen Menschen ein Ungleichgewicht im Geburts- und Sterbeverhältnis sowie in der Beschäftigungsstruktur.

In 50 Jahren hat Korsika mehr als ein Drittel seiner Bevölkerungszahl verloren. Sie sank 1955 bis auf 190.000 Einwohner.

Heutzutage ist die geringe Inselbevölkerung durch ihre Struktur und örtliche Verteilung gekennzeichnet. Die über 60jährigen repräsentieren ein Viertel der Bevölkerung und die Gastarbeiter mit ihren Familien machen 10% der Gesamtbevölkerung aus.

Die Geographie ist zersplittert. Fast die Hälfte der Bevölkerung konzentriert sich auf Städte wie Bastia und Ajaccio, während das Inselinnere entvölkert ist. Dies bewirkt Probleme bei der Infrastruktur und der regionalen Entwicklung.

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